Wie und warum Geld sparen: Tipps & Tricks für die Ersparnisse

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Es begegnet uns immer wieder: Das Thema Geld sparen. Doch warum sind Geld sparen, Geldanlagen und Vermögensaufbau eigentlich so wichtig? Heißt es nicht, dass jeder Tag genossen werden sollte und gehört dazu nicht auch sich Dinge zu leisten? Ja, natürlich – aber ein ganz besonderer Luxus ist es, sich insbesondere im Alter keine Gedanken um die finanzielle Situation machen zu müssen. Altersarmut ist ein ernstzunehmendes Thema, da die staatliche Rente nicht zwangsläufig ausreicht, um das alltägliche Leben zu finanzieren. Genau deshalb ist es umso wichtiger, so früh wie möglich bewusst mit den Finanzen umzugehen, Geld zu sparen und möglicherweise sogar mit Anlagen sowie Investitionen das Geld zu vermehren. Doch wie kann man am besten vorgehen und wie kann ich mein Geld sinnvoll sparen? In diesem Artikel möchten wir Ihnen ein paar Tipps und Tricks für den Vermögensaufbau an die Hand geben.

1. Regelmäßige Geldsummen vom Einkommen abzweigen

Ein grundlegender Aspekt, um mit dem Vermögensaufbau starten zu können, ist Geld zu sparen. Dies ist aber nicht nur unter Betrachtung des Vermögensaufbaus wichtig, sondern auch um finanzielle Puffer und Notgroschen parat zu haben. Es können schnell mal unerwartete Ausgaben fällig werden. Es müssen gar keine hohen monatlichen Sparsummen sein. Von Expert:innen werden beispielsweise 20% des Einkommens empfohlen. Die Sparsumme sollte aber der persönlichen finanziellen Situation sowie Einkommens- und Ausgabensituation entsprechend angepasst sein. Ersparnisse aber auch Sofortkredite können dabei helfen finanzielle Engpässe zu überbrücken. Dennoch ist es empfehlenswert, mit regelmäßigen, beispielsweise monatlichen Daueraufträgen Geldsummen auf ein Tagesgeldkonto kurzfristig anzusparen. Die Einrichtung von Daueraufträgen ist hierbei sehr zu empfehlen, damit Beträge tatsächlich zur Seite gelegt werden und dies nicht in Vergessenheit gerät oder versehentlich ausgegeben wird.

Im Laufe der Zeit kann mit diesen regelmäßigen Einzahlungen eine beachtliche Sparsumme zusammenkommen.

Zudem kann auch am Monatsende nicht benötigtes Geld “zur Seite gelegt” werden. So können auch finanzielle Sorgen verringert werden, da finanzielle Mittel verfügbar sind. Um dies zu ermöglichen, ist es wichtig, sich über das Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben bewusst zu sein. Wie viele monatliche Fixkosten habe ich? Wie hoch sind meine variablen Kosten? In welchem Segment gebe ich am meisten Geld pro Monat aus? Darauf aufbauend können die Ausgaben angepasst und überdacht werden. Dazu gehören beispielsweise Abonnements, die nicht regelmäßig genutzt werden oder auch Verträge mit zu hohen Konditionen. 

2. Das gesparte Geld nutzen, statt es liegen zu lassen

Anknüpfend an den erstgenannten Tipp fokussiert dieser Tipp den Umgang mit dem gesparten Geld. Denn auch wenn ein Notgroschen stets wichtig ist, ist es empfehlenswert, insbesondere höhere Geldsummen nur kurzfristig auf dem Tagesgeldkonto zu sparen oder zu “parken”. Aufgrund der Inflation nimmt die Kaufkraft des Geldes ab. Das bedeutet, dass unser Geld mit der Zeit weniger Wert ist und wir uns weniger davon kaufen können. 50 Euro bleiben zwar 50 Euro, jedoch kann davon in einigen Jahren viel weniger gekauft werden – die Kaufkraft dieser 50 Euro nimmt ab. Also würden die Ersparnisse in 10 Jahren “von alleine” an Wert verlieren. Daher können Ersparnisse vor dem Wertverlust zu schützen, indem das Geld angelegt wird. Von der im Laufe der Zeit angesparten Summe sollte natürlich weiterhin eine Reserve für mögliche Notfälle bestehen bleiben. Mindestens 20-30% des Geldes sollte weiterhin als Notgroschen dienen. Insbesondere wenn das Geld möglichst “sicher” angelegt werden soll, ist es wichtig, eine Geldanlagen zu diversifizieren, somit die Investitionen möglichst breit zu streuen und so das Risiko zu verringern. 

Denn auch wenn Geldanlagen eine attraktive Möglichkeit für den Umgang mit Ersparnissen sind, so ist dies immer mit einem Risiko verbunden.

Dort wo Geld vermehrt werden kann, kann auch Geld verloren werden. Daher ist es wichtig, die Anlagen breit zu streuen, damit der Gewinn den Verlust einer weiteren Anlage möglicherweise decken kann. Im besten Fall kommt es langfristig aber gar nicht zu einem hohen Verlust. Schwankungen in den Kursen sind normal und Langfristigkeit ist ein wichtiger Aspekt – so wie beim Sparen. Eine Methode ist beispielsweise einen Sparplan einzurichten. Mit einem Sparplan wird regelmäßig eine bestimmte Geldsumme gespart – ähnlich wie bei dem Abzweigen von Sparsummen. In der folgenden Abbildung ist ein Sparplan Beispiel vereinfacht, fiktiv und mit Beispiel-Werten dargestellt:

Rahmenbedingungen
Monatliche Sparrate: 50 EuroAnlagedauer: 10 JahreMarktrendite pro Jahr: 4,50%Gebühren pro Jahr: 0,35%
Entwicklung
Einzahlung: 6.000,00 EuroWertzuwachs: 1.582,69 EuroKosten Sparplan: 21,00 EuroEndvermögen: 7.561,69 Euro

Dieses Beispiel zeigt die Möglichkeiten von Sparplänen auf. In der Realität können diese Daten natürlich erheblich abweichen und es kann entweder mehr oder weniger Zuwachs möglich sein. Bevor Sie mit Geldanlagen starten, sollten Sie sich detailliert mit der Thematik auseinandersetzen und sich sowohl über die Chancen als auch die Risiken informieren. Dies gilt nicht nur für die Geldanlage selbst, sondern auch für Anbietende. Wie auch bei Darlehen und dem notwendigen Kreditvergleich sollte auch hier ein Vergleich von den Anlagen selbst und den Anbietenden durchgeführt werden. Es ist wichtig, zu verstehen wo das Geld bleibt und was damit passiert. 

3. Ein Ziel vor Augen haben 

Ein weiterer hilfreicher Aspekt für erfolgreiche Ersparnisse ist ein klares Ziel vor Augen. Wenn eine bestimmte Sparsumme in einem festgelegten Zeitraum erreicht werden soll, dann ist die Motivation, dieses Ziel zu erreichen, viel höher. Darüber hinaus kann das Ziel auch mit einem bestimmten Kauf verknüpft werden, beispielsweise ein neues Sofa, ein neues Auto oder eine neue Tasche. Das Sparziel wird dadurch greifbar, realistischer und näher, sodass Sparen leichter fallen kann. 

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Der Kreditexperte Andreas Linde ist seit 2014 in der Finanzbranche tätig. Auf Matchbanker schreibt er über Kredite, Refinanzierung, APR, Zinssätze und alles, was mit Finanzen zu tun hat.
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