Die Wahl des passenden Kredits hängt von vielen Faktoren ab – Einkommen, Alter, Verwendungszweck – aber ein oft übersehener Punkt ist der Beschäftigungsstatus des Kreditnehmers. Daten aus dem Juni 2025 zeigen: Viele Verbraucher wissen nicht, wie sehr ihr Arbeitsverhältnis die Höhe und Bewilligung eines Kredits beeinflusst.
Ein Blick auf die aktuellen Statistiken von Matchbanker offenbart interessante Einsichten:

Überraschung: Selbstständige erhalten die höchsten Kreditsummen
Die Analyse zeigt, dass Selbstständige mit Honorarvertrag mit 27.436 € die höchsten durchschnittlichen Kredite erhalten. Das widerspricht der allgemeinen Annahme, dass Banken diese Gruppe wegen fehlender Einkommenssicherheit benachteiligen.
Dicht dahinter folgen Personen mit „Sonstigem“ Beschäftigungsstatus und Festangestellte mit Gehalt. Wer allerdings im Zeitarbeitsverhältnis steht oder staatliche Leistungen wie Elterngeld oder BAföG bezieht, erhält im Schnitt deutlich weniger.

Einkommen als zentraler Einflussfaktor
Wenig überraschend: Je höher das Einkommen, desto höher der gewährte Kredit. Kreditnehmer mit einem monatlichen Einkommen von über 6.000 € erhalten durchschnittlich 30.862 € – fast zehnmal so viel wie Personen mit einem Einkommen von unter 1.000 €.
Diese Korrelation unterstreicht, wie wichtig ein stabiler finanzieller Hintergrund für die Kreditwürdigkeit ist – unabhängig des Beschäftigungstyps.
Altersstruktur: Die goldene Mitte dominiert
Auch das Alter spielt eine wesentliche Rolle. Personen zwischen 40 und 59 Jahren erhalten mit über 13.800 € bis 15.100 € die höchsten Kreditsummen. Diese Altersgruppe kombiniert Berufserfahrung mit oft stabilen Lebensverhältnissen – eine attraktive Kombination für Kreditgeber.

Immobilienbesitz zahlt sich aus
Ein weiterer interessanter Faktor: Immobilienbesitz. Kreditnehmer mit Wohneigentum erhalten im Schnitt 18.975 €, während Mieter nur etwa 10.728 € erhalten. Der Besitz von Vermögenswerten erhöht die Kreditwürdigkeit enorm – ein Sicherheitsanker für Banken.

Regionale Unterschiede in der Kreditvergabe
Auch geografisch zeigen sich klare Differenzen. In Bayern, Baden-Württemberg und Hessen erhalten Kreditnehmer die höchsten Summen – jeweils über 12.700 €. Am unteren Ende der Skala liegen Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg.

Verwendungszweck – Umschuldung dominiert
Die häufigsten und höchsten Kreditsummen werden für Umschuldungen vergeben – durchschnittlich 20.275 €. Dieser Zweck übertrifft andere wie den Autokauf, die Modernisierung oder gar die freie Verwendung deutlich. Dies weist darauf hin, dass viele Deutsche Kredite zur Optimierung ihrer bestehenden Schuldenstruktur nutzen.

Zitat von Andreas Linde, CEO von Matchbanker
„Unsere Daten zeigen klar, dass viele Kreditnehmer unterschätzen, welchen Einfluss der eigene Beschäftigungsstatus auf die Kreditvergabe hat. Transparenz und Aufklärung sind entscheidend – nur so kann eine verantwortungsvolle Finanzentscheidung getroffen werden.“ – Andreas Linde
Fazit: Beschäftigungsstatus als unterschätzter Schlüsselfaktor
Die aktuellen Erkenntnisse unterstreichen: Der Beschäftigungsstatus ist ein zentraler, oft unterschätzter Faktor bei der Kreditvergabe. Wer sich seiner Position und deren Wirkung auf die Kreditwürdigkeit bewusst ist, kann gezielter handeln – sei es durch bessere Vorbereitung oder durch die Wahl des richtigen Kredittyps.
Ob angestellt, selbstständig oder in einem untypischen Arbeitsverhältnis: Der Schlüssel liegt im Verständnis – und in der Wahl eines seriösen Vergleichsportals wie Matchbanker, um den passenden Kredit zu finden.