Entwicklung der Corona Situation auf die deutschen Arbeitnehmer

Neben gesundheitlichen Bedenken sind die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie für viele wohl die größte Sorge dieses Jahr. Im Frühjahr standen Privatpersonen und Firmen vor großer Unsicherheit und das hat sich deutlich bemerkbar gemacht. Auch wenn einiges weiter ungewiss bleibt, ist eine deutliche Entspannung der Lage zu erkennen  und in einigen Bereichen wurden im Spätsommer/Herbst 2020 sogar Höchstwerte erreicht.

So geben beispielsweise laut Haushalts-Krisenbarometer vier Fünftel der Deutschen an, keine wesentlichen finanziellen Rückgänge einstecken zu müssen. Außerdem erwarteten Ende Juni 90 Prozent der Befragten, dass ihr Nettoeinkommen im kommenden halben Jahr gleich bleibt oder sich erhöht. Nicht wenige Deutsche rechnen mit einer Erhöhung der Einkünfte.

Im April sah das noch ganz anders aus: In den Anfängen des Corona Lockdowns in Deutschland waren es noch deutlich mehr Deutsche, die Verluste erwarteten. Der Anteil war damals noch doppelt so groß. 

Eine Gruppe, die nicht ganz so optimistisch in die Zukunft blickt sind Kurzarbeiter. Sie sind verhältnismäßig etwas stärker betroffen und haben in vielen Fällen einen Einkommensrückgang von mindestens 20 Prozent zu verbuchen. Auch der Anteil der Kurzarbeiter, die Bedenken haben, dass ihr Job in den nächsten drei Monaten gekündigt werden könnte, liegt höher als der der Deutschen in einem festen Beschäftigungsverhältnis. Diese Angaben sind einem Artikel der Süddeutschen Zeitung zu entnehmen.

Auch was den Kapitalmarkt angeht, ist die Lage deutlich rosiger als Anfang des Jahres. Während im Frühjahr einer der stärksten Einbrüche des Kapitals der Privathaushalte der Geschichte des Finanzmarktes vorlag, erleben wir jetzt einen ebenso dramatischen und historischen Anstieg: nämlich um 3,4 Prozent. Ende Juni lag das Finanzvermögen der deutschen Haushalte bei 6,6 Billionen Euro. Zu diesen Schlüssen kommt finanzen.net auf Basis von Daten der Deutschen Börse, der EZB, der Deutschen Bundesbank und des Statistischen Bundesamtes.

Einen ähnlichen Trend zeigt sich im Bezug auf Firmen und deren Wahrnehmung des Viruses und dessen Einfluss auf das Geschäft. Im September sah sich nur noch jeder fünfte Betrieb stark negativ von der Corona-Pandemie betroffen. Das sah Anfang des Jahres noch anders aus: Im Mai gaben noch 30 Prozent der Unternehmen an stark betroffen zu sein. Das ergab eine Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit.

Insgesamt zeichnet sich also Erholung ab: im Finanzmarkt, für deutsche Firmen und den einzelnen Arbeitnehmer. Auch wenn einige die Auswirkungen der Krise noch spüren, ist die große Mehrheit der Deutschen über den Berg – sowohl was Privatpersonen als auch Unternehmen angeht.