4 Alternativen zur Kartenzahlung

Alternativen zur Kartenzahlung

Im stationären Einzelhandel wird an der Kasse immer häufiger die Karte gezückt, um Lebensmittel, Geräte, Spielwaren, Dienstleistungen und Vieles mehr zu bezahlen. Doch wie kann bezahlt werden, wenn die Kartensysteme erneut nicht funktionieren? Welche Alternativen zur Kartenzahlung gibt es und welche Zahlungsmethoden sind die beliebtesten im Einzelhandel?

1. Bargeldzahlung

Die Bargeldzahlung ist die offensichtlichste Alternative zu Kartenzahlung und erfreut sich in Deutschland immer noch großer Beliebtheit. Wer in Deutschland lebt und regelmäßig einkauft, Restaurants besucht oder Kleinigkeiten in einem Kiosk kaufen möchte, weiß, dass man in vielen Geschäften immer noch Bargeld braucht, um zahlen zu können.

Laut Gesetz muss jeder Händler in Deutschland Banknoten und Münzen zur Begleichung einer Forderung annehmen.

In diesem Bereich sind die meisten europäischen Nachbarländer von Deutschland schon fortschrittlicher:

  • So kommt ein in Schweden lebender Mensch durchschnittlich weniger als einmal pro Woche mit Bargeld in Berührung, da viele Läden dort keine Barzahlung mehr akzeptieren.
  • Auch in Frankreich ist für Transaktionen wie dem Kaufen von Tickets im Bus kein Bargeld mehr von Nöten.
  • In den Niederlanden lassen sich Centbeträge auf dem Wochenmarkt mit digitalen Zahlungsmethoden begleichen.

Auch wenn das Zahlen mit Bargeld etwas aus der Mode ist, hat es doch gewisse Vorteile. Bei jeglicher Art von technischen Ausfällen, wie sie aktuell an den Kartenterminals vieler Einzelhändler vorgekommen sind, kann mit Bargeld problemlos bezahlt werden.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich immer eine kleine Summe Bargeld dabei zu haben, auch wenn man in den fortschrittlichen Nachbarländern Deutschlands einkaufen möchte.

2. Bezahldienste

Auch Bezahldienste wie zum Beispiel PayPal, können eine Alternative zur Kartenzahlung darstellen. Die Bezahldienste transferieren Gelder mithilfe einer App. Um diese Dienstleistung nutzen zu können, muss eine E-Mail-Adresse mit einem Bankkonto verknüpft werden. Ähnlich wie bei einem Sofortkredit zeichnet sich die App durch Schnelligkeit aus. Der Sofortkredit ermöglicht eine schnelle Auszahlung der Kreditsumme und kann oftmals schnell und einfach online beantragt werden. Auch bei Bezahldiensten sind die Transaktionen schnell und online möglich. Eine Summe an Freunde zu senden geschieht sogar in wenigen Sekunden. Vermutlich unter anderem deshalb ist PayPal ist einer der bekanntesten und beliebtesten Bezahldienste der Welt.

Die digitalen Geldbeutel sind aktuell die am schnellsten wachsenden Zahlungsmethode der Welt. Während es in den meisten Supermärkten noch nicht möglich ist, mit PayPal oder anderen Bezahldiensten zu zahlen, gibt es einige Restaurants und fortschrittliche Einzelhändler, die die Bezahlung über PayPal zulassen. Dabei kann im Zuge der Corona-Pandemie oftmals sogar über einen QR-Code bezahlt werden.

3. Supermarkt-Apps

Eine weitere Alternative zur Kartenzahlung beim Einkaufen sind die hauseigenen Apps der großen Supermarktketten. Die Kartenterminals der Kassensysteme werden dabei nicht benötigt, da die Bezahlung über die App und per Lastschrift erfolgt. Bevor mit der App bezahlt werden kann, muss die Funktion eingerichtet und ein Girokonto hinterlegt werden. Mit den Supermarkt-Apps funktioniert die Bezahlung blitzschnell und einfach wie bei einem Blitzkredit. Ein Blitzkredit bietet die Möglichkeit schnell Geld zu erhalten, da das Verfahren für die Kreditvergabe automatisiert ist und daher schnell funktioniert. Auch die Hinterlegung einer Karte in solchen Apps ist in der Regel schnell und unkompliziert möglich.

Die Abrechnung erfolgt über das SEPA-Lastschrift-Verfahren, bei dem die Summe von dem hinterlegten Konto abgebucht wird. Wichtig zu beachten ist, dass nicht alle Filialen die Bezahlung mit der hauseigenen App unterstützen. Dennoch bieten die Apps oftmals auch besondere Angebote oder Aktionen für Vergünstigungen.

4. Mobiles Bezahlen

Das mobile Bezahlen steht für das schnelle und unkomplizierte Bezahlen mithilfe eines Smartphones. Wie bei dem kontaktlosen Bezahlen mit einer Karte, kann auch dies kontaktlos erfolgen. Benötigt wird dafür eine App, über die Zahlungen möglich sind. Die Banking-Apps einiger Banken oder die Apps bestimmter Anbieter wie Google Pay und Apple Pay lassen sich für diese Dienste verwenden. Das Verfahren verläuft folgendermaßen:

  • In der jeweiligen App wird eine Bankkarte des Kunden hinterlegt, auf die die App zugreifen und Geld abbuchen kann.
  • Damit das Bezahlen mit dem Smartphone am Bezahlterminal möglich ist, muss das Smartphone mit der Near Field Communication (NFC) Technik ausgestattet sein, die auch das kontaktlose Bezahlen mit Karten ermöglicht.

Zudem ist auch die Bezahlung mithilfe von QR-Codes möglich. Das mobile Bezahlen funktioniert nicht nur mit dem Smartphone, sondern mittlerweile auch mit den sogenannten Wearables, wie beispielsweise Smartwatches. Anstelle des Smartphones wird in diesem Fall einfach das die Smartwatch an das Bezahlterminal gehalten, bis die Zahlung erfolgt.

Andreas Linde
Von
Der Kreditexperte Andreas Linde ist seit 2014 in der Finanzbranche tätig. Auf Matchbanker schreibt er über Kredite, Refinanzierung, APR, Zinssätze und alles, was mit Finanzen zu tun hat.
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